Naples

Dienstag, 18.04.2017

Unser Weg durch Naples mit Bootstour
Ich bin früh wach und gehe Frühstücken. Man kann auf einer großen Terrasse sitzen. Leider liegt sie an einer stark befahrenen Straße und es ist recht laut. Das Wetter ist bedeckt und schwül. Beim Buffet komme ich mit einem Franzosen ins Gespräch und helfe ihm, einige amerikanische Frühstücksangebote zu identifizieren. Er erzählt mir, dass um 11.00 Uhr in Cape Canaveral eine Rakete starten soll. Wir halten später danach Ausschau, aber es ist zu bedeckt, um etwas zu sehen. Wir hören zwar ein entferntes Grummeln, sind uns aber nicht sicher, ob es von der Rakete oder einem Gewitter stammt.

Wir machen uns zu Fuß auf den Weg. Leider merke ich beim Postamt, als ich die obligatorischen 24 Briefmarken für die Urlaubsgrüße kaufe, dass ich mein Portemonnaie im Zimmer vergessen habe. Wir laufen zurück und fahren dann mit dem Auto ins Zentrum. Das Parkhaus ist kostenlos. Hier sind nur die Parkplätze in Strandnähe gebührenpflichtig. Wir schauen uns Tin City an, eine nette kleine Touristenfalle am Hafen.
Tin City
Auch hier liegen wieder Angelboote. Die Crew schlachtet und filetiert nach der Tour den Fang. Auf dem Wasser warten schon Pelikane auf ihr Mittagessen. Unter ihnen schwimmen kleine Raubfische (ich glaube, es waren Haie) und stürzen sich auf die Schlachtabfälle. An allen Arbeitsplätzen sind spezielle Fallrohre angebracht. Auch in allen anderen Häfen sehe ich sie später noch. Da wirft die Crew die Reste rein, die die Pelikane nicht bekommen dürfen. Diese sinken dann auf den Boden des Hafenbeckens und werden von Raubfischen und Krebsen gefressen.  Auch finden sich an jeder Angelstelle Behälter für alte Angelschnüre und Haken. An den Seebrücken gibt es Hinweisschilder, wie zu verfahren ist, falls versehentlich ein Pelikan „am Haken hängt“. Das scheint ein verbreitetes Problem zu sein.
Der Fang wird erst stolz präsentiert...
dann von der Crew filetiert...
während er auf die Abfälle wartet.
Am Nachmittag machen wir spontan eine 2 stündige Segeltour mit einem Katamaran. Um 13.30 Uhr geht es los. Wir fahren allerdings hauptsächlich mit Motorkraft durch die Bay und segeln erst später ein Stückchen auf dem Golf. Bei der Fahrt durch die Bay erzählt uns der Kapitän alles über die reichlichen herrschaftlichen Anwesen und ihre Preise. Das Informieren über Grundstücks- und Gebäudepreise ist hier üblich. Wir erleben es auch später noch bei anderen Bootstouren. Die Summen sind astronomisch. Ein Anwesen kostete alleine über $100.000 pro Jahr an Steuern.
Der Katamaran
Erst im offenen Wasser des Golfs von Mexiko werden die Segel gesetzt
Delphine kann man hier überall bewundern
Nach der Tour teilen wir uns in einer kleinen Pizzeria am Hafen eine Calzone und laufen dann weiter zum Strand und zur Seebrücke. Wir sehen Delphine und jede Menge grauer Pelikane. Am Strand laufen wir Richtung 5th Avenue und von dort durch die hochpreisige Restaurant- und Einkaufsstraße zurück zum Parkhaus. Unterwegs gönne ich mir noch ein leckeres Eis bei Adelheidis. Aufgrund der happigen Preise für Speiseeis in den USA bleibt es bei der kleinen Portion (etwa eine Kugel) für $4,45. Gegen 19.30 Uhr sind wir wieder im Hotel und stellen einen ziemlichen Sonnenbrand fest. Trotz des bedeckten Wetters sind wir an einigen Stellen recht angebrutzelt. Wir pflegen uns und beenden den Tag.