Sonntag, 23.04.2017
 |
| Ausflug nach St. Petersburg und Sunset Cruise |
Strandspaziergang! Natürlich auch heute morgen.
Es wird ein heißer Tag. Wir beschließen, das
Mainsail Art Festival am Hafen von St. Petersburg zu besuchen. Bei unserer Tour an der Ostküste haben wir diese Kunsthandwerkermessen schon kennengelernt und waren immer ganz begeistert von der Bandbreite und der Qualität der Künstler.
Wir parken in einem Parkhaus mit Anschluss an den kostenlosen Trolley zur Messe. Das Niveau auf der Messe ist wie erwartet hoch. Sie findet im Freien statt und jeder Künstler hat einen mit Zeltbahnen abgetrennten Bereich. Schatten ist Mangelware und es weht noch nicht mal ein laues Lüftchen.
Die Messe ist vielfältig: Schmuck, Textildesign, Glasarbeiten, Fotographie, Öl- und Pastelbilder, Zeichnungen, Skulpturen etc. Es werden die unterschiedlichsten Materialien verarbeitet. Nicht alles trifft unseren Geschmack aber die Verarbeitung ist erstklassig.
 |
| Auch ein Umzug der örtlichen Blaskapelle darf bei der Kunstmesse nicht fehlen |
Auf der Messe gibt es auch mehrere mobile Imbisse. Erfreut stellen wir fest, dass Geschmack und Qualität des Essen der Qualität der Künstler entspricht. Wir sitzen unterm Sonnenzelt und genießen die Nudelpfanne mit Gemüse (Heike) und das Pulled Pork Sandwich (Steffen). Entsprechend gestärkt schauen wir die restlichen Stände an und fahren dann mit den Trolley wieder zum Parkhaus und treten den Rückweg zum Hotel an.
Es ist immer noch heiß aber hier weht wenigsten der Wind. Wir machen einen Spaziergang am Strand und laufen bis
John´s Pass. Das ist das örtliche Vergnügungsepizentrum am Hafen mit Restaurants, Läden, Ausflugs- und Wassersportangeboten. Wie schlendern herum, sehen beim Fischeschlachten zu und buchen dann spontan eine Sunset Cruise mit Freibier für $23,49 pro Person. Vorher kaufen wir noch schnell eine Cola und verspeisen dazu eine Pommes auf die Hand, bevor es um 19.00 Uhr losgeht.
 |
| Das Zerlegen der Fische wird von diversen Vögeln sehr aufmerksam verfolgt |
 |
| Der Fang vor dem Zerlegen |
 |
| Auch die Pelikane tümmeln sich hier, weil sie wissen dass etwas für sie abfällt |
Beim Wartebereich entdecken wir ein Hummerbecken mit Greifer (wie auf Jahrmärkten mit Teddys), für $2 kann man nach einem lebenden Hummer greifen. Erwischt man tatsächlich einen, kann man ihn im Restaurant um die Ecke für ein kleines Entgelt zubereiten lassen. Sachen gibts... Ein Familienvater versucht sich ein paarmal und schafft es auch, einen Hummer aus dem Wasser zu heben, aber er plumpst dann doch noch wieder ins Becken zurück.
 |
| Der Mann auf der rechten Seite versucht gerade, den Greifer über einem Hummer zu positionieren |
Unsere Cruise führt uns zuerst durch die Bay. Die Stimmung ist ausgelassen. Das liegt nicht nur am Freibier. Auch unser Guide verbreitet gute Laune und sie ist für jeden Schabernack zu haben.
Wir bekommen Informationen zu Fauna und Flora aber natürlich werden auch die Immobilienpreise der umliegenden Prachtbauten verkündet. Als sich der Sonnenuntergang nähert, fahren wir auf den Golf hinaus. Es schaukelt ziemlich, was mir gut gefällt. Allerdings hat später keines meiner Fotos einen waagerechten Horizont.
 |
| Es schaukelt nicht nur, es ist auch ziemlich windig |
 |
| Der Strand mit den Hotels im Licht der Abendsonne |
 |
| Gleich ist die Sonne hinter dem Horizont verschwunden |
Man muss hier keine Dolphin Cruise buchen, um Delphine zu sehen. Sie schwimmen entspannt durch das Hafenbecken und auch auf dieser Tour sehen wir sie häufiger. Als wir allerdings wieder Richtung Bay fahren, tauchen noch ganz andere Schwanzflossen neben dem Boot auf. Fünf Manatees (Seekühe) schwimmen auch in die Bay. Wir begleiten sie eine Weile, dann fährt das Boot weiter. Bisher hatte ich sie als sehr gemächliche, etwas plumpe Tiere erlebt, die sich kaum bewegen. Aber heute schwimmen sie elegant durch die Wellen.
Gegen 21.00 Uhr sind wir wieder an John´s Pass. Wir überqueren die Brücke zu Treasure Island und nehmen die Bushaltestelle ins Visier. Der aufgedruckte QR Code, den Steffen mit dem Handy scannt, liefert keine brauchbaren Informationen. Die restliche Bushaltestelle auch nicht. Eigentlich sollte noch ein Bus fahren. Wir beschließen, nicht zu warten und laufen die 2 km ins Hotel. Eine gute Entscheidung, denn wir werden auf der Strecke keinem Bus mehr begegnen.
Um 21.30 Uhr sind wir da und entscheiden uns für eine Runde im Pool. Zwar ist um 21.00 Uhr eigentlich Schluss mit Baden, aber wenn man nicht laut ist, interessiert es keinen. Wir klemmen uns ein paar Poolnudeln unter Arme und Beine und treiben noch ein Stündchen durch das warme Wasser. Jetzt sind wir wirklich reif fürs Bett.