Von Fort Myers Beach nach Treasure Island

Samstag, 22.04.2017

Von Fort Myers Beach nach Treasure Island
Ich bin wieder munter, der Tag beginnt regnerisch und es ist bewölkt. Kein Grund, auf den Strandspaziergang zu verzichten. Am Strand wird ein großer Rochen angeschwemmt, er hat bestimmt 80 cm Durchmesser. Ich schiebe in zwar noch ins tiefere Wasser zurück, aber hier kommt jede Hilfe zu spät.
Diesem Rochen ist nicht mehr zu helfen
Hier an der Küste gibt es viele Stachelrochen. Überall stehen Warnschilder, die den Badenden empfehlen, im Wasser zu schlurfen (shuffle your feet), um so den Rochen rechtzeitig aufzuschrecken, damit er flüchten kann. Die Rochen vergraben sich gerne im flachen Wasser im Sand. Tritt man auf sie, stechen sie. Das ist in etwa so schmerzhaft wie ein Bienenstich. Hat es einen erwischt, hilft abspülen mit heißem Wasser.
Hier wird auch auf Deutsch vor den Stachelrochen gewarnt
Nach dem Frühstück packen wir und bringen die Räder zum Verleih zurück. Dann machen wir uns auf dem Weg nach Treasure Island bei St. Petersburg. Auf dem Weg besuchen wir noch den Fleamasters Flohmarkt in Fort Myers. Er wirbt mit 900 Ständen und ist nur Freitag bis Sonntag geöffnet. Tatsächlich gibt es eine große Flohmarkthalle, wo es von wertlosem Kram bis zum Oldtimer alles gibt. Das Zentrum bildet eine große Bühne mit Livemusik. In weiteren langen miteinander verbundenen Hallen findet sich eine wilde Mischung von kleinen Einzelhändlern. Wie überall viel Kleidung und Schmuck, aber auch Beach-Bedarf, Lebensmittel, Sonnenbrillen, Haushaltswaren, Blumen, Bücher, eine Zoohandlung, Tattooshops, noch ein paar Flohmarktstände und jede Menge Zeug, dass die Welt nicht braucht. Dazwischen einige Imbissstände, die neben Pommes und Burgern auch viel mexikanisches/südamerikanisches Essen verkaufen. An Kalorien herrscht kein Mangel.
Wildes Getümmel in der Halle
Steffen auf der Suche nach einem passenden Kabel
Zum Glück gibt es eine Klimaanlage in den zum Teil offenen Hallen, trotzdem ist es warm und schwül. Die Hallen sind gut besucht. Allerdings ist auf den riesigen Parkplätzen mindestens noch Platz für doppelt so viele Autos. Wir möchten uns nicht vorstellen, was sonst hier los ist. Steffen ergattert für $1 ein Kabel, das ihm fehlt. Mein Portemonnaie bleibt dagegen in der Tasche.

Wir verlassen diesen abenteuerlichen Ort und fahren auf dem Highway 41 weiter Richtung St. Petersburg. In der Ellenton Outlet Mall machen wir einen Stop. Bei Columbia Sportwear finde ich endlich 2 kurze Hosen und noch etwas Wanderkleidung. Steffen kauft sich ein langärmeliges Hemd als Sonnenschutz. Danach gibt es gegen 20.00 Uhr Abendessen bei Applebee's.

Wir überqueren die imposante Sunshine Skyway Bridge, natürlich nicht ohne $2 Maut gezahlt zu haben. Danach sind wir schnell in unserem Hotel auf Treasure Island, dem iBeach Resort.
Der Hotelpool mit Blick zum Strand...
und zum Hauptgebäude
Es ist eher ein Motel, hat 16 Zimmer und ist sehr überschaubar. Nebenan gibt es große Hotelburgen. Nachdem wir den widerlichen elektrischen Raumbedufter gefunden, aus der Steckdose gezogen und in eine Plastiktüte gesteckt haben wird der Geruch im Zimmer langsam besser. Die Zimmer gruppieren sich alle um einen kleinen geheizten Pool und haben schon bessere Zeiten gesehen. Aber es ist ruhig und wir schlafen gut. Insgesamt wirkt das ganze Haus liebevoll laienhaft geführt. Es ist direkt am Strand und die Mitarbeiter sind sehr freundlich.